29/01/2026

Pass auf, was du dir wünschst – das Universum liefert!

Hast du schon den thematisch vorangegangenen Artikel gelesen? Falls nicht – hier:

Ebenso habe ich noch einen Artikel, der zum Thema Liebe vorangegangen ist. Schau rein, falls es dich interessiert!

Gestern bin ich aus meinem “Urlaub” zurückgekommen. Ich war bei meiner Freundin und ihrer Tochter, also meinem Patenkind, zu Besuch. Den Titel “Urlaub” habe ich vor einer Woche entwickelt, um meinen Kopf auszutricksen und geahnte Unproduktivität und die gerechtfertigte Unterbrechung meiner natürlichen Routine zu akzeptieren. Und ich muss sagen, das hat wirklich einwandfrei funktioniert. In Momenten des Unwohlseins durch Ineffektivität sagte ich einfach schnell: “Urlaub!” und beruhigte so mein Gewissen und den ständigen Drang nach höher, weiter, schneller.

Um meinen Dopaminhaushalt trotz fehlender Erfolgserlebnisse und täglichem Training zu füttern, wischte ich verhältnismäßig viel auf meiner Dating-App herum. Man muss schon sagen, dass das wirklich eine schnelle Dopaminzufuhr ist. Nicht sehr nachhaltig, aber schnell, und somit erfüllte es seinen Zweck ;))

 

Auf dem Heimweg in meinem Auto, spürte ich deutlich die Anbindung zum Universum und sprach Wünsche und Aufforderungen aus. Ich erklärte, wie ich mir meinen Traummann vorstelle und dass ich mich gerne mal wieder so richtig verlieben würde. Ich schaute mir meine Traumautos auf dem Gebrauchtwagenmarkt an und setzte für den Kauf eine Frist für dieses Jahr. Ich genoss die Freiheit und die hohe Dichte an Möglichkeiten, die mich überkam. Mein Horizont erweiterte sich und es erreichten mich Empfindungen und Vorstellungen, die ich so schon länger nicht mehr erlebt hatte. Plötzlich sah ich mich in Lebensumständen und mit Menschen, die ich mir nicht mal zu erträumen wagte. Ich badete regelrecht in diesen Gefühlen.

Als mein Zuhause immer näher kam, merkte ich zunehmend, wie das Gefühl von einem Schatten des Bekannten überlagert wurde. Das aufregende Neue verschwand und ich kehrte zurück in meine langweilige Routine. Ja, zurück, rückwärts, nicht vorwärts. Nun ja, da war ich also, wieder zuhause in meiner Wohnung, meiner geliebten und bekannten Umgebung, in meinem Kokon.

Nach dem Training machte ich mir einen gemütlichen Abend auf dem Sofa. Da bekam ich eine Nachricht von einem neuen Typen, der beinahe jeden von mir aufgezählten Aspekt eines Traummannes erfüllte. Wir waren direkt zu 101 % auf einer Wellenlänge. Es war fast “zu gut, um wahr zu sein”. Er verkörperte genau das, was ich so lange gesucht hatte – optisch, wie auch von den Wertvorstellungen und Wünschen her. Er war witzig und genauso draufgängerisch und spontan wie ich, also planten wir unser erstes Date schon für den nächsten Tag, also heute. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Ich hatte genau das erhalten, wonach ich gefragt hatte, besser ging es doch gar nicht!

 

Und doch sitze ich hier im Café, alleine, und schreibe diesen Artikel. Denn dann stellte er mir diese eine heikle Frage und ich antworte ihm offen und ehrlich, wie ich bin. An dieser Stelle erwähne ich mal dazu, dass mir erst vor Kurzem durch eine Podcastfolge über die kleinen Lügen im Alltag, erneut ins Bewusstsein gerufen wurde, wie wichtig Ehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber ist. Und zwar immer, egal wie harmlos es erscheint. Wie hätte ich da also irgendwas beschönigen oder verschweigen können? In meiner Welt wäre ich unehrlich gewesen und das hätte ich nicht mit meinen Werten vereinen können.

Nun hatte er allerdings auch recht festgefahrene Werte und diese passten eben nicht zu meiner Antwort. Grundsätzlich stimmten unsere Wertvorstellungen sogar überein, und das war es auch, was mich schlussendlich so traurig machte. Denn ich verstand, was er mir sagte, und konnte es spürbar nachvollziehen. Ich versuchte, ihm eindringlich meine Sicht der Dinge darzustellen, aber ich stieß gegen verschlossene Türen. Mir wurde kein Funken Verständnis entgegengebracht und er zeigte sich dermaßen festgefahren, dass das Gespräch noch am selben Abend endete. 

Ich habe tatsächlich ein paar Tränen vergossen, nicht konkret seinetwegen als Person, schließlich ist er mir weitestgehend unbekannt, sondern eher wegen meiner verzweifelten Fragen ans Universum: “Was soll das? Was zum Teufel sollte mir das jetzt verdeutlichen? Was soll ich daraus mitnehmen? Ich verstehe es einfach nicht, bitte erklär es mir! Was willst du mir sagen? Habe ich mir DAS gewünscht? DAS? Wirklich? Habe ich mich irgendwie falsch ausgedrückt? Habe ich irgendetwas falsch gemacht? Hätte ich nicht ehrlich sein sollen?”

 

Stellen wir uns einmal vor, dass es unzählbar viele Paralleluniversen oder -realitäten gibt und sich unsere aktuelle Wahrheit schlicht und ergreifend aus jedem Moment, in dem wir eine Entscheidung treffen, etwas zu tun oder nicht zu tun, ergibt. In diesen Momenten schlagen wir einen Weg ein, entscheiden uns für eine Realität. Und dazu gehören nicht nur die großen Entscheidungen des Lebens, sondern auch die klitzekleinen, wie jene, welchen Buchstaben ich auf meiner Tastatur als Nächstes drücke. Denn daraus entstehen dann Worte, Sätze und ganze Texte. Dieser Text könnte ein ganz anderer werden, wenn ich andere Buchstaben wählen würde. Ich würde mich in einer anderen Wahrheit befinden, also in einer der Parallelrealitäten. Ich könnte es auch gleich sein lassen und das MacBook zuklappen und an dieser Stelle aufhören zu schreiben, etwas anderes tun und wäre in einem wieder anderen parallelen Universum. Stell dir mal diese ganzen Möglichkeiten vor, erstaunlich, oder?

Jedenfalls war eben diese Parallelwelt den gesamten Tag über deutlich spürbar für mich. Als ich aufstand und meiner gewohnten Routine folgte, sah ich mich in einer anderen Wahrheit vor Vorfreude tanzend alle Vorbereitungen für mein anstehendes Date treffen. Als ich beim Bäcker saß, dachte ich daran, wo ich jetzt vermutlich mit diesem Typen wäre und wie ich ihm strahlend in die Augen schauen würde. So verfiel ich den ganzen Tag immer wieder nostalgisch in die Vorstellungen dieser parallelen Realität. Es tat weh, weil ich sie so deutlich sehen und empfinden konnte, und mir dann immer wieder schmerzlich bewusst wurde: Ich bin hier, in dieser Realität, weil ich eine Entscheidung getroffen hatte. 

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, kannst du direkt mit dem thematisch anschließenden weitermachen. Viel Spaß!

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