Liebesbrieftechnik

nach John Gray

Hier teile ich mit dir, wie die Liebesbrieftechnik nach John Gray funktioniert, wie du sie anwenden kannst und welche Erfahrungen ich damit gemacht habe. Ich bin gespannt, ob sie dir genauso gut gefällt wie mir ;))

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Ich selbst habe diese Vorlage sowohl neben meinem Visionboard hängen als auch auf den hintersten Seiten meines Tagebuchs. So habe ich sie immer dabei, falls ich sie brauche!

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Technik anwenden!

Verstehen

Die Liebesbrieftechnik nach John Gray ist eine strukturierte Schreibmethode zur emotionalen Selbstregulation. Dabei werden innere Gedanken, Gefühle und spontane Reaktionen bewusst externalisiert, indem sie in Form eines nicht versendeten Briefes niedergeschrieben werden.

Ziel ist es, emotional aktivierte Zustände (z. B. Ärger, Verletzung, Unsicherheit) nicht zu unterdrücken oder kognitiv zu verdrängen, sondern sie zunächst vollständig auszudrücken und dadurch zu entladen. Durch diesen Prozess der kognitiven und emotionalen Distanzierung entsteht eine veränderte Perspektive auf das Erlebte.

Im Verlauf der Anwendung kann sich die emotionale Intensität reduzieren, sodass eine zunehmende Integration der Gefühle möglich wird – hin zu mehr Klarheit, innerer Stabilität und im Idealfall zu einem versöhnlichen oder akzeptierenden emotionalen Zustand.

Anwenden 

Du schreibst einen Brief, in dem du deine Gefühle ungefiltert ausdrückst. Typisch ist dabei ein schrittweises Vorgehen: Du beginnst mit starken Emotionen wie Wut oder Enttäuschung und gehst allmählich zu ruhigeren Gefühlen über. 

Optional kann danach sogar noch eine Antwort formuliert werden und die Briefe mit dem Adressaten gelesen und besprochen werden.


Erleben

Am Anfang war ich offen gestanden skeptisch. Ich hatte in John Grays Hörbuch „Männer sind anders. Frauen auch.“ von der Liebesbrieftechnik gehört und im Zuge dessen direkt den ersten Brief geschrieben. Die Aufgabe war, diesen an die eigenen Eltern zu richten, und das tat ich. Ich war erstaunt von dem Ergebnis, und als ich ein paar Tage später nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit den nächsten Brief formulierte, war ich endgültig überzeugt.

Am eindrucksvollsten war für mich die Veränderung: Aus anfänglichem Ärger, Angst und Scham wurde im Verlauf des Schreibens zunehmend Verständnis, Ruhe und am Ende sogar ein Gefühl von Liebe und Dankbarkeit. Das Spannende ist, dass ich jedes Mal aufs Neue von dieser Wandlung überrascht werde. Denn zu Beginn, wenn ich mich überwinde und anfange zu schreiben, kann ich mir keineswegs vorstellen, wie daraus etwas wie Liebe und Dankbarkeit entstehen sollte, und doch passiert es jedes Mal.

Seitdem sehe ich die Methode als sehr vielseitig einsetzbar – egal ob bei Konflikten in Beziehungen, in der Familie, unter Freunden oder auch bei inneren Spannungen. Ich denke, dass diese Briefe auch an sich selbst gerichtet werden können, z. B. an einen versteckten Anteil oder eine Eigenschaft, die wir noch nicht akzeptieren können.

Vorgehensweise

1

Brief schreiben

Du schreibst einen Brief an die Person oder das „Objekt“ deines Ärgers. Orientiere dich dabei gerne vorerst an dem vorgegebenen Muster, bis du die Struktur verinnerlicht hast. Dabei darfst du alle Gedanken und Gefühle ungefiltert ausdrücken. Am Ende des Briefes ergänzt du ein kurzes „P. S.“, in dem du in einem Satz formulierst, was du dir von der Situation oder der Person eigentlich wünschst.

2

Der Antwortbrief

Wenn du noch tiefer gehen möchtest, kannst du auf deinen ersten Brief mit einem Antwortbrief reagieren. Dabei schreibst du aus der Perspektive der anderen Person oder des Gegenübers und gehst in der Art und Weise darauf ein, wie du es dir selbst von deinem Gegenüber wünschen würdest. Dieser Schritt hilft dabei, Bedürfnisse besser zu verstehen und neue Perspektiven zu entwickeln.

3

Austausch

Im letzten Schritt kannst du die Briefe mit der betreffenden Person teilen, mit deinem Partner, einem Freund oder Familienmitglied. Du entscheidest selbst, ob du die Briefe vorliest, sie der Person zum Lesen gibst oder gemeinsam darüber sprichst. Wichtig ist dabei, dass der Austausch in einem Rahmen stattfindet, in dem sich beide Seiten wohlfühlen und offen kommunizieren können.

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Ich selbst habe diese Vorlage sowohl neben meinem Visionboard hängen als auch auf den hintersten Seiten meines Tagebuchs. So habe ich sie immer dabei, falls ich sie brauche!

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Technik anwenden!

Männer sind anders. Frauen auch.

von John Gray

Buch | Hörbuch

Ich bin über eine Empfehlung aus meinem Lieblingspodcast auf dieses Buch gestoßen. Beim Hören fand ich es so spannend, dass ich anfing, mir Notizen zu machen, und mir wünschte, ich hätte es als gedrucktes Buch, um ganze Abschnitte markieren zu können. Währenddessen und auch danach hatte ich viele wertvolle Erkenntnisse und echte Aha-Momente. Außerdem konnte ich einige vergangene Situationen rückblickend besser einordnen. Ein wirklich spannendes Buch mit einem besonderen Blickwinkel, den Gray hier eröffnet.