23/04/2026

Es gibt nichts zu tun – vertraue!

Hast du schon den thematisch vorangegangenen Artikel gelesen? Falls nicht, kannst du gerne mal reinschauen für den perfekten Anschluss ;))

Nachdem mein Auto am zweiten Tag in den Bergen den Geist aufzugeben drohte und ich außerplanmäßig und vorsichtshalber direkt den Heimweg antrat, saß ich die gesamte Fahrt todtraurig hinter meinem Lenkrad. Ich hatte das Gefühl, versagt und die einzige und letzte Chance auf Erlösung verspielt zu haben. Wenn ich mir die Bilder anschaute, wurde ich jedes Mal auf eine ganz sanfte Weise von diesen vergangenen Empfindungen umhüllt und hatte kurz das Gefühl, wieder dort zu sein.

 

Das Leben fühlt sich anders an, wenn ich meditiere. Nicht nur währenddessen, sondern im Allgemeinen. Es scheint, als würde alles, was mir normalerweise jede Ruhe raubt, mich tags und nachts beschäftigt und stundenlang in meinem Kopf herumschwirrt, einfach vollständig an Wert verlieren. 

Eigentlich ist es schade, dass ich mit „normalerweise“ diesen Zustand der Unruhe und des Unbewussten meine. Denn ich würde mir natürlich wünschen, dass es genau andersherum ist und der Teil der Ruhe und des absoluten Bewusstseins der Normalzustand ist. 

In diesen Momenten kann ich Freude und Liebe für Dinge empfinden, die ich sonst niemals gesehen, gehört oder wahrgenommen hätte. Ich kann einfach sein, ohne Plan, ohne Tatendrang, ohne Ziel, ohne Sinn. Ich bin einfach hier, genau da, wo ich gerade bin, und auch das spielt absolut keine Rolle. Ich bin einfach. Als würde jemand die Zeit anhalten und ich könnte alle Sorgen der Zukunft und alle Probleme der Vergangenheit einfach vergessen. Ich brauche mir da überhaupt keine Gedanken drüber zu machen, denn sie sind allesamt irrelevant.

Es fühlt sich komisch und irritierend an, wenn ich dann daran denke, worüber ich mir sonst so gerne den Kopf zerbreche. Denn im Zustand des absoluten Bewusstseins, ist das alles nicht notwendig. Da ist ein vollkommener Frieden, ein Frieden, der bedeutet, dass alles gut ist, sein wird und immer gut war. Alles passiert, alles fliegt mir zu. Ich habe nichts zu tun. Es ist nicht nötig, dass ich mir den Kopf über diese Dinge zerbreche.

 

Vertrauen! Ich glaube, wir dürfen wirklich wieder lernen, zu vertrauen – in die göttliche Kraft, die uns umgibt. Das Universum ist auf unserer Seite! Ich kann es nicht genug betonen und ich muss mich täglich aufs Neue selbst daran erinnern. Immerzu denke ich, kämpfen zu müssen, immerzu denke ich, denken zu müssen. Statt, dass ich mich einfach tragen lasse und durch diese wundervolle Erfahrung, genannt Leben, gleite. 

Wenn ich gewisse Situationen oder Umstände Revue passieren lasse, dann kann ich erkennen, ob ich mich habe führen lassen oder nicht. Aber ich schaffe es bisher nicht, mich aktiv für das göttliche Vertrauen zu entscheiden und diesen Weg dann auch zu gehen. Allein das Wissen, dass dort ein Thema ist, das gelöst werden darf, macht mich ganz wuselig. Ich würde reflexartig stundenlang, wenn nicht sogar über Tage, darüber nachgrübeln, Aspekte neu verknüpfen und so im Optimalfall allmählich Ergebnisse erzielen. 

Der Punkt ist: Ich glaube, dass genau das gar nicht erforderlich ist. Ich bin mir sicher, dass es nicht notwendig ist, diesen Gehirnschmalz aufzuwenden. Es würde vollkommen reichen, die Liebe und das Vertrauen fließen und die Lösungen in Frieden zu sich kommen zu lassen.

 

Ich hatte bereits in „Mein Aufbruch zur Erlösung“ von den anstehenden Veränderungen berichtet. Mittlerweile sind es vergangene und tatsächlich in der Form nicht eingetroffene Veränderungen, aber darauf möchte ich gar nicht hinaus. Ich will mit dem folgenden Beispiel nur das Vorangegangene deutlich machen:

Einen Tag vor der Vertragsunterzeichnung wurde mein Körper immer nervöser. Ich konnte trotz meiner starken Bemühungen, das Gelernte anzuwenden, nicht aufhören zu grübeln. Erst dachte ich darüber nach, was genau mich daran so verrückt macht, dann, wie ich es lösen könnte, und dann wieder, ob ich es überhaupt lösen sollte oder einfach durchziehen müsste. Ich drehte mich stundenlang im Kreis. Ich bat das Universum eindringlich um Unterstützung, und noch am selben Abend beantworteten sich meine Fragen. Aber sie beantworteten sich nicht aus dem Vertrauen heraus, sondern aus meinem persönlichen Kampf. Ich habe das Thema einfach so lange durchgekaut, bis sich die Antworten ergaben. 

Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich mir zu 101 % sicher bin, dass ich zu den gleichen oder sogar noch viel besseren Ergebnissen gekommen wäre, hätte ich dem Universum den Spielraum gegeben, den es braucht, um zu erschaffen. Es ist ganz so, als würde ich, sobald ich anfange zu grübeln, eine Lösung für etwas finden wollen, wofür es noch gar keine Lösung bedarf, als wollte ich etwas erzwingen, das das Universum noch gar nicht für mich vorgesehen hat. 

Lies den letzten Absatz gerne noch einmal und den letzten Satz lass dir auf der Zunge zergehen und in aller Ruhe durch deine Gehirnwindungen fließen ;))

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